Die totale Widerstandslosigkeit

Das Leben – so, wie es jetzt gerade ist – ist in OrdnungDiese Aussage löst bei den meisten Menschen einen Widerstand aus, denn die wenigsten sind wirklich zufrieden mit dem, was jetzt gerade ist. Sie wollen ihr Leben anders haben, glücklicher, erfüllter, fröhlicher, reicher, bunter, schöner und sorgloser. Und weil das Leben jetzt noch nicht so schön bunt und glücklich ist, lehnen sie es ab. Das ist eine ganz verständliche Reaktion, denn schließlich will ein jeder Mensch ja nur eins: Glücklich sein. Und wir neigen dazu, alles abzulehnen und zu bekämpfen, was diesem Glück scheinbar im Weg ist oder diesem Glück nicht entspricht. Das Fatale dabei ist nur: Durch unsere Ablehnung und unseren Widerstand gegen das, was jetzt ist, halten wir an der Scheiße fest, die wir nicht wollen.

Das Leben, so wie es sich jetzt gerade zeigt, dieser jetzige Augenblick ist das Einzige, das wir haben und der einzige Moment, in dem wir Einfluss auf unser Leben nehmen können. Es ist der einzige Zeitpunkt, in dem wir etwas verändern können. Wir haben keinen anderen Augenblick dafür. Wir können das Leben nicht auf gleichverschieben, oder auf morgen, oder auf nächste Woche. Der einzige Moment, in dem Leben und auch Schöpfung stattfindet, ist jetzt.

Wenn wir Widerstand gegen dieses Jetzt aufbauen, es bekämpfen und ablehnen, weil es uns nicht gefällt, haben wir morgen – wenn wir wieder im Jetzt sind – erneut ein Leben, das wir ablehnen und bekämpfen, weil es uns nicht gefällt. Wenn wir niemals aus diesem Widerstand heraustreten, werden wir immer Widerstand gegen das Leben haben, das sich uns jetzt gerade zeigt. Das heißt: Wir werden immer ein Leben haben, das uns nicht gefällt. Wir erhalten dieses Leben durch unseren Widerstand aufrecht.

Warum? Weil wir Schöpfer sind und dieses Jetzt entsprechend unseres Seinszustandes kreieren. Widerstand erhält die jetzigen Lebensumstände aufrecht, damit ich weiterhin Widerstand fühlen kann. Aber wie kommen wir da raus? Diese Lebensumstände, die uns nicht gefallen, können wir ja nicht auf einmal gut finden. Nein, das müssen wir auch gar nicht. Wir müssen nur unseren Widerstand dagegen aufgeben.

Frei von Widerstand zu sein, bedeutet das Leben freizulassen, damit es sich wandeln kann. Veränderungen können erst dann eintreten, wenn wir den Widerstand aufgeben – wenn wir los-lassen. Widerstand ist ein Festhalten an Umständen, die uns nicht gefallen. Warum tun wir das? Vielleicht, weil wir glauben, irgendetwas dadurch bewirken zu können. Oder, weil wir denken, dass wir die negativen Umstände durch unseren Kampf besiegen oder vergraulen können. Aber das Gegenteil ist leider der Fall. Wir machen es durch unseren Widerstand nur noch schlimmer. Wir halten fest. Und je größer der Widerstand ist, umso fester klammern wir. Das Leben kann sich jedoch erst ändern, wenn es frei gelassen wird.

„Widerstandslosigkeit ist der Schlüssel zur bedeutendsten Kraft im Universum.“ (Eckhart Tolle)

Wenn der Widerstand aufhört, kann alles wieder fließen. Plötzlich geschehen Fügungen, man sieht Lösungen und Wege, wo man vorher nur Mauern gesehen hat. Ohne Widerstand zu sein, bedeutet frei zu sein. Veränderungen können zugelassen werden und Möglichkeiten eröffnen sich.

Widerstandslosigkeit zu üben, ist wohl eine der größten Herausforderungen und gleichzeitig der größte Meilenstein auf unserem Weg ins Glück. Denn ohne Widerstand kann unmittelbar das Glück eintreten. Es wartet ja nur darauf! Denken wir mal darüber nach: Im Zustand wirklichen Glücks, also wenn wir wirklich wirklich glücklich sind, selig und fröhlich – was haben oder fühlen wir dann NICHT? Genau: Wünsche und Widerstände. Widerstand und Glück verträgt sich nicht. Wir können nicht glücklich sein, wenn wir im Widerstand gegen etwas sind. Auch Wunsch und Glück verträgt sich nicht. Wenn wir wünschen, fühlen wir einen Mangel – sind also nicht glücklich.

Wenn diese beiden Faktoren also wegfallen, was tritt dann ein? GLÜCK! Und zwar völlig automatisch! Wir halten uns durch unsere Wünsche und Widerstände nur selbst vom Glück ab. Im Euphoria-Spiel heißen diese Hindernisse Absicht und Kampf, meinen aber dasselbe. Ohne Absicht (Wunsch) und ohne Kampf (Widerstand) landet man im Hier und Jetzt und es entsteht Glück. Und in einem solchen Zustand erschaffen wir weiteres Glück. So einfach ist das.

Es stellt sich nur noch die Frage: Sind wir bereit, unsere Widerstände und Wünsche loszulassen, um JETZT glücklich zu sein?

Spiel, Spaß, glücklich sein – Euphoria…

https://ninanellsblog.wordpress.com/2016/05/26/die-totale-widerstandslosigkeit/

 

Eine Antwort auf Die totale Widerstandslosigkeit

  • Yasu Moon:

    Vielen Dank für den neuen Bericht!! Ich lese sie mir immer sehr gerne durch.

    Ich denke um aus dem Teufelskreis herauszukommen, innehalten und einfach dankbar sein, Auch wenn die Lebensumstände gerade nicht den Vorstellungen entsprechen. Damit schafft man sich selbst den Raum im nächsten Moment bewusster das nächste Jetzt zu kreieren und zu leben, eben widerstandslos. Schritt für Schritt kommt man immer seinem Glück näher.

    Liebste Grüße
    Y.M.

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