Die goldene Sänfte

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In einem Wachtraum erlebte ich die folgende Begebenheit:

Ich befand mich in einer großen Menge von Menschen, die offensichtlich an einem wichtigen, intensiven spirituellen Ritual beteiligt waren. Dieses Ritual fand in einem großen Saal statt, es sah aus wie der innere Raum einer großen Pyramide.  

Um mich herum befanden sich kräftige Männer, deren unbekleidete Oberkörper in einem hellen braunen Farbton leuchteten. Ihre starken Muskeln glänzten im Kerzenschein und vermittelten einen Eindruck von Schönheit, Kraft und Disziplin. Diese Männer waren mit einer Aufgabe beschäftigt, die ihre ganze Aufmerksamkeit erforderte und offensichtlich eine große Kraftanstrengung für sie bedeutete. Sie bewegten sich in einem gleichmäßigen Rhythmus, der ihnen durch dumpfe Trommeln vorgegeben wurde, sodass sie etwas Schweres ziehen oder tragen konnten.

Als ich an mir herunter schaute, erkannte ich, dass ich in einer goldenen Sänfte saß. Alles an mir war golden, die Kleidung, die Haut, die Haare. Diese Sänfte wurde von den starken Männern in einem gleichmäßigen Rhythmus getragen und gezogen. Mit langsamen und bedächtigen Schritten brachten sie mich zum Mittelpunkt der Pyramide, dort stellten

sie meine Sänfte ab.

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Um mich herum standen viele Menschen, die mit besonders schönen Kleidern geschmückt waren. Sie schauten ernst und konzentriert, sie bewegten sich leicht und fast schwebend. Niemand von diesen Menschen schaute mich an, sie schauten an mir vorbei. Als meine Sänfte in der Mitte der Pyramide stand, bewegte sie sich plötzlich von allein. Ich spürte, wie sie langsam und sanft hoch gehoben wurde und sich Stück für Stück über die mich umgebenden Menschen erhob. Bald konnte ich die Menschen gar nicht mehr genau erkennen.

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Ich fühlte mich sicher und war mir der Ernsthaftigkeit dieser Situation bewusst. Mit meiner Sänfte wurde ich langsam in die Spitze der Pyramide hinauf gehoben, um dort in ein gleißenden Licht einzutauchen. Dort bin ich geblieben.

Berlin, im Mai 2003, Kerstin W.

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