Der tiefe Fall

_luminous___by_raipun

Visionstraum am 30.03.1992

Zusammenmit meinem Ehepartner und meinen beiden Kindern befinde ich mich in einem gläsernen Aufzug. Der Aufzug schwebt außerhalb eines Hochhauses, an der Hauswand in eines der höheren Stockwerke.

Ich lehne mich mit dem Rücken an die Wand des Aufzuges und halte mich mit den Händen fest an einer umlaufenden Haltestange. Plötzlich gibt die Rückwand, an die ich gelehnt war, nach und ich falle rücklings aus dem Aufzug in die Tiefe. Während der Aufzug weiter nach oben fährt und meine Familie völlig unberührt zu sein scheint, falle ich rückwärts in eine bodenlose Tiefe. Dieser Fall scheint gar kein Ende zu finden. Ich wache mit großer Panik auf.

***

Während der nächsten Wochen kann ich auf der inneren Ebene immer wieder in dieses Bild einsteigen. Nach wie vor fühle ich mich rückwärts in die Dunkelheit fallend, was in meinem Alltag zu seltsamen Kuriositäten führt. Bei einem Zahnarztbesuch sitze ich in dem Behandlungsstuhl. Als die Arzthelferin den Stuhl in die Liegeposition bewegen möchte und ich auch wieder in meinem Rücken das Gefühl habe, den Halt zu verlieren, werde ich vor Schreck fast ohnmächtig. Seit diesem Tag gelte ich bei meinem Zahnarzt als Angstpatientin. Angst und Panik gehörten seit dem für eine lange Zeit zu meinem ständigen Gefühl inmeinem Alltag.

***

Erst Monate später erfahre ich, bei einem Blick auf meine innere Ebene, dass ich auf dem Grund dieses bodenlosen Raumes plötzlich aufgefangen werde. Es sind die Hände des Göttlichen Vaters, die mich auffangen, in die ich unendlich dankbar hineinfalle, in dem Bewusstsein, dass dieses unheimliche Gefühl, die Angst und die Panik nun ein Ende haben und ich auf einer anderen Ebene meines Bewusstseins erfahre, dass ich gehalten bin und getragen werde durch die Liebe des Göttlichen Vaters.

***

Giesela G., Berlin

 

Eine Antwort auf Der tiefe Fall

  • Peter S.:

    Hallo Gisela,

    mein Name ist Peter und ich kenne diese Art von Traum seit meiner Kindheit und die Angst !
    Jahrzehnte später durch meine Suche nach Selbserkenntnis habe
    ich erlebt, daß der einzig entscheidende Unterschied zum Gefühl der Sicherheit der ist, ob “es einem passiert”, oder man es selbst
    bewusst wählt, zu erleben.
    Aber solange ein Mensch in einem materiellen Körper lebt,
    bleit es eine “Mutprobe”.
    In dem Sinne, daß man die Zukunft als noch nicht entschieden
    denkt, fühlt. Daraus ergibt sich dieses spezielle Gefühl des “Risikos”; des “Nicht-Wissens”, wird etwas einen Augenblick später so sein, wie ich es jetzt gerade glaube, oder nicht ?
    Ich habe KEINE Alternative gefunden, als dieses als Mensch
    “Nicht-Wissen” – durch Ver-Trauen in mein universelles Wissen
    in meinem Zentrum /meiner Mitte zu ersetzen.
    Dann und nur dann, war ich irgendwie schon “da”, bevor ich als Mensch es erlebte. Das ist, als wenn mann die Sicherheit einer
    Tatsache aus der Zukunft zurück in die Gegenwart zieht und so
    jetzt als Halt benutzen kann.
    Welchen Namen einer dieser gibt, ist völlig egal, die Wirkung bleibt dieselbe. Lediglich beim Austauschen der Erfahrung mit anderen Menschen brauche ich dann eine Einigung auf bestimmte Worte, die dem Sinn entsprechen, den ich jemand
    anderen mitteilen will.
    Oh, mir ist gerade aufgefallen, Du bist offensichtlich eine Frau,
    ich ein Mann und ich schreibe gerade voll rational / männlich.
    Ich versuch’s nochmal bildlich, wenn wir als Baby Mama mal aus der Hand gerutscht wären / sind, haben wir keine einzigen Augenblick “gedacht”, was gleich danach alles Schlimmes passieren könnte, sondern gefühlt, bis eben ging doch alles gut;
    warum sollte sich daran etwas ändern ?
    Angenommen, es gäbe eine Röhre durch die gesamte Erde und ich würde am Rand eines der beiden Ränder stehen und nach
    “Unten” hindurch sehen, könnte ich doch reinspringen und mich
    hindurchfallen lassen. Spätestens ab dem durchqueren der Mitte
    würde ich ja wieder herausfallen.
    Am Ende einiger Schwingungen würde ich in der Mitte unbeschadet zur Ruhe kommen.
    Wenn Du diese Mitte als “Hand Gottes” bezeichnest, gut, ich auch; und Quelle des Lebens, der Energie, der Struktur der Welt,
    Geist, reines SEIN, … .
    Als ich auf die Suche nach meiner Quelle ging, habe ich mich freiwillig “nach innen ziehen / führen lassen” mein Vertrauen
    kam regelrecht als Sicherheit “von Vorn”, aus der Zukunft zurück in die Gegenwart.
    Diese Art den Fall zu erleben, ist so anders, (-herum), daß man es kaum vergleichen kann.
    So, ich merke, daß ich wieder im “Vortagsmodus” bin, Schluss
    jetzt.
    hoffentlich kannst Du damit was Sinnvolles anfangen,
    viel Spass,

    Peter S.

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