Auf den Spuren der heiligen Geometrie

von Ilka Gafert

Da war er der berühmte Tag X, an dem ich von jetzt auf gleich alles in Frage stellte und sich vor meinem inneren Auge plötzlich ein Vorhang auftat und ich eine große Bühne mit schrecklichen Schauplätzen vor mir sah. Mir wurde bewusst, dass ich dieser ewigen monotonen Theaterstücke und deren Schauspieler überdrüssig geworden bin. Es löste sich tief in meinem Innersten eine Lawine die alles bisher Gelernte und Erfahrene in einen schwarzen Abgrund mitriss. Eine Spirale zog mich immer tiefer nach unten und als ich keine Kraft mehr verspürte ließ ich einfach los. Ich fiel und fiel und irgendwann, ich weiß es nicht mehr so genau, ging das Fallen in ein durch Raum und Zeit gleitenden Zustand über.

Leben – Lebensaufgabe – innere Führung – geistige Ebenen – Engel – Energien – Schwingung – Töne – Mandala – heilige Geometrie – Schöpfung – Orbs – Herzgefühl – Liebe – Vertrauen

Das sind alles Begriffe die mich in den letzten sieben Jahren begleitet haben und die ich immer und immer wieder hinterfragte. 2008 ist für mich das Jahr einer innerlichen und äußerlichen Umkehr gewesen. Ich wurde von einer Bekannten gefragt: „Was möchtest du gern aus tiefsten Herzen machen?“. Durch und über mein Kehl Chakra ergoss sich kraftvoll und energiegeladen mit einer mir fremden Stimme das Wort „Fadengrafik“.

Ich war überrascht und erschrocken zugleich. Überrascht über das Wort „Fadengrafik“ das mir zum damaligen Zeitpunkt gänzlich unbekannt erschien. Erschrocken, weil das Wort sehr spontan und nicht kontrolliert aus mir hervor trat. Und so wurde der Samen für einen natürlichen Wachstums- und Entwicklungsprozess gelegt. Was das Endergebnis des Samens betrifft, dieser ist mir selbst noch nicht offenbart wurden. Im Moment hat das kleine Pflänzchen viele kleine zartgrüne Blätter.

Seitdem hege und pflege ich das kleine zarte Etwas. Ich beobachte neugierig und achtsam den Prozess des Wachstums und der Entwicklung, öffne mich für neue Sphären und Ebenen des Daseins und erkenne in Demut, das Alles was einen natürlichen Ursprung besitzt den gleichen einfachen Grundmustern der Schöpfung unterliegt. Ja, die Wahrheit ist viel zu einfach und wird von uns Menschen deshalb gern ignoriert oder gar belächelt. Wir verlieren uns lieber in komplizierte Strukturen und Systeme, stecken zu viele Energien hinein und wundern uns letztendlich, warum es nicht funktioniert und zum Scheitern verurteilt ist.

Erst einmal wollte ich herausfinden was „Fadengrafik“ überhaupt ist. Ich erstellte kleine Kärtchen, mit den im Handel üblichen Motiven. Hm… und das sollte es gewesen sein? Nein! Kleine bunte Kärtchen mit Blümchen und Sternchen langweilten mich viel zu schnell. Da ich von Natur aus neugierig bin wollte ich mehr erfahren und so fing ich an selbst anfangs mit Millimeterpapier, jetzt mit weißen Papier, Zirkel, Lineal, Bleistift und Radiergummi eigene Lochvorlagen zu erstellen. Die Motivgrößen wuchsen mit der Zeit von einem Ø 12 cm bis mittlerweile zu einem Ø von 36 cm. Plötzlich öffnete sich in mir eine Schleuse und die Ideen für neue Motive flossen nur so aus mir heraus.

Ilka Gafert und Emma Kunz“Irgendwann wurde ich auf Emma Kunz angesprochen”

Wenn ich die Augen zumache, sehe ich filigrane Gebilde die bei mir als Hirngespinste anklopfen und auf Papier gebracht werden wollen. Oft reicht meine Zeit gar nicht aus, dass Alles ins Hier und Jetzt zu transportieren. Während ich mich mit Bleistift, Zirkel und Radiergummi genüsslich auf dem Papier austobte bzw. die Fäden zufrieden durch die Löcher zog, verlor ich den Bezug zu der Außenwelt. Was wiederum für mich und meine eigene Entwicklung sehr gut war. Ich bekam wieder Kontakt mit mir Selbst und mit meiner eigenen inneren Welt. In vielen Bereichen meines Lebens erfolgte Heilung einschließlich der körperlichen, geistigen und seelischen Ebene. Irgendwann wurde ich auf Emma Kunz angesprochen, denn jemand entdeckte, dass meine Fadengrafiken, vor allem vier davon, einigen von Emma Kunz sehr ähnlich waren. Emma Kunz (1892-1963) war Naturheilpraktikerin, geistige Forscherin und Künstlerin. Sie entworf mysteriöse Grafiken, die, wie sie sagte, erst im 21. Jahrhundert entschlüsselt werden können.

Da ich zu dem damaligen Zeitpunkt nichts über sie wusste bzw. nie etwas gehört hatte, wurde ich sehr neugierig auf diese Frau. Also machte ich mich auf Spurensuche und was ich dann sah und las machte mich für einen Moment sprachlos. „Emma Kunz erschloss in ihrer kreativen Art innere Gesetzmäßigkeiten.“ heißt es in einem Artikel über diese ausgewöhnliche Frau.

Diese Aussage war für mich vollkommen stimmig. Genau das Gleiche passiert bei mir, wenn ich die Lochvorlagen erstelle. Wenn die Lochvorlage auf Papier entsteht, weiß ich selbst noch lange nicht, welche Fadenbilder letztendlich entstehen. Ich wollte ursprünglich vier Bilder von Emma Kunz und vier Grafiken von mir als Vergleich gegenüberstellen und ein auf unseren heutigen Zeitgeist passendes Zitat von Emma Kunz in meinen Text mit einbinden. Leider besteht der Leiter des Emma-Kunz-Zentrums auf seine Urheberrechte, welche alle Bilder und Zitate von Emma Kunz umfassen. Emma Kunz sagte, ihr Bildwerk sei für das 21. Jahrhundert bestimmt, es bedeute auch Gestaltung und Form als Mass, Rhythmus, Symbol und Wandlung von Zahl und Prinzip.

Wir, die Nachkommen, leben jetzt im 21. Jahrhundert und wir sollten die rätselhaften Bilder von Emma Kunz verstehen lernen. Wir erleben im Moment große Veränderungen und Umwälzungen auf der Erde. Nichts scheint mehr so zu sein, wie es uns bisher erschien. Es ist unsere Aufgabe und Pflicht, unseren Kindern und Kindeskindern, eine gesunde heile Welt zu hinterlassen. Und ich denke, dass die Bilder von Emma Kunz sowie ein Teil meiner Fadengrafiken und deren Energien ein kleines Puzzleteil vom großen Ganzen sind. Diese besondere Frau war sehr bescheiden und hat als Heilerin, Forscherin und Frau den Samen für Licht, Liebe und Frieden in diese Welt gesetzt. Hier stelle ich die benannten vier Fadengrafiken von mir vor, die der von Emma Kunz sehr ähnlich sind:

 

An dieser Stelle passen auch die Gedanken von Johann Wolfgang von Goethe, der seiner Zeit auch schon sehr weit voraus war. Auch er erkannte die Zusammenhänge von den innerlichen und äußerlichen Gesetzmäßigkeiten:

Epirrhema
Müsset im Naturbetrachten
Immer eins wie alles achten:
Nichts ist drinnen, nichts ist draußen;
Denn was innen, das ist außen.
So ergreifet ohne Säumnis
Heilig öffentlich Geheimnis.
Freuet auch des wahren Scheins,
Euch des ernsten Spieles:
Kein Lebendiges ist ein Eins,
Immer ists ein Vieles.

Fadengrafiken statt Meditation

Mit der Fadengrafik begann für mich persönlich ein Weg der Heilung und Ganzwerdung. Dies möchte ich sehr gern an andere Menschen weiter geben und so fing ich an die Anleitungen inkl. Vorlage zu den Grafiken zu schreiben und diese in meinem Shop als Download zur Verfügung zu stellen. Für Menschen die noch keinerlei Erfahrungen mit dieser Technik hatten, gibt es auch Probiersets zum Kennenlernen. Zum Glück sind die Menschen so unterschiedlich und vielseitig, wie die vielen bunten Kieselsteine am Meeresstrand.

Ich gehöre zu den Menschen die sich nicht still in den Schneidersitz begeben können, um dann mit „Om“ zu meditieren. Jedoch empfinde ich die Meditation als einen wichtigen Bestandteil unseres Daseins. Hier habe ich für mich ein Werkzeug gesucht und gefunden. Das Fäden ziehen entspannt mich und lässt mich im „Tun“ innerlich zur Ruhe kommen bzw. still werden. Man befindet sich irgendwann in einer Art meditativen Zustand. Es hilft zur Entschleunigung und ist vielleicht für so manchen eine hilfreiche Vorstufe zur Meditation. Die Menschen die mit meinen Lochvorlagen eigene Grafiken erstellen, bestätigen mir immer wieder die positive und heilende Wirkung. Auch meine fertigen Energiebilder haben die eine oder andere Wirkung auf den Betrachter. „Das Bild macht was mit mir!“ Das ist so ein Satz den ich schon öfter gehört habe.

Die Heilige Geometrie
So ging meine Reise durch die Welt der bunten Fäden weiter und ich begegnete der heiligen Geometrie. Ich merkte auch hier, dass zwischen dem was ich hier tue und der heiligen Geometrie eine Verbindung gab und ein tieferer Sinn dahinter stand. Es gab vor unserer jetzigen Menschheit schon einige Hochkulturen, die wohl ein viel höheres Bewusstsein Inne hatten. Aus dieser Zeit kann man auf der ganzen Erde, in vielen verschiedenen zum Teil auch unwegsamen Gebieten verteilt die Blume des Lebens oder andere geometrische Formen, Symbole und Hinterlassenschaften finden. Diese Formen und Symbole haben eine hohe energetische Kraft und lassen erahnen auf welcher Bewusstseinsstufe die damaligen Zivilisationen waren.

Quelle und weiter: http://www.gehvoran.com/2015/04/unterwegs-auf-den-spuren-der-heiligen-geometrie/

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