Das innere Paradieskind

von Susanne Hühn – http://www.susannehuehn.de/wp/?page_id=891

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Vor ein paar Tagen las ich morgens ein Buch und während ich las, spürte ich auf einmal eine sehr weiche, engelhafte Energie. Es waren aber keine Engel, das spürte ich schon. Ich wollte in eine Meditation gehen, doch ich hörte: Wir brauchen noch einen Moment, wir sind noch nicht irdisch genug, als dass wir schon ein Wort, ein inneres Bild formen könnten. Ein paar Minuten später kam auf einmal eine Art Befehl: „Augen zu, höre.“ Ich spürte eine Energie, die sich anfühlte wie sehr, sehr reine, unverfälschte, unverletzte kindliche Kraft. Ich kenne mein inneres Kind, das nicht inkarniert ist, es ist sehr, sehr feinstofflich, sehr zart, sehr fantasievoll. Und diese Energie war auf einmal da. Es kam eine Welle von Kraft und ich hörte:

„Wir sind die nächste Welle des inneren Kindes. Wir sind nicht verletzt, wir waren noch nie inkarniert.“

Meine Hauptarbeit ist immer, das innere Kind in einer inneren Reise in den Zaubergarten zu bringen, ich arbeite sehr viel an der Heilung des inneren Kindes und auf einmal höre ich: „Ja, das war alles gut, ihr habt dadurch gelernt, wie verletzlich ihr seid, ihr habt ein Bewusstsein bekommen, wie wichtig es ist, gut für euch zu sorgen, habt Selbstmitgefühl erlernt. Und doch, so geheilt dieses innere Kind auch sein mag, es trägt immer noch die Erinnerung an Schmerz in sich. Das innere Kind ist verletzt worden und weiß deshalb, wie sich Verletzungen anfühlen und so sehr du es auch heilst und schützt, es agiert immer noch aus der Schmerzvermeidung heraus. Letztlich produzierst du doch immer wieder Schmerz. Doch es gibt eine neue Möglichkeit für euch.“

Ich fragte: „Wie heißt du, wie kann ich euch weiter geben?“ Ich hörte: „Wir sind die Regenbogenkinder.“ Ich dachte: „Nun, was ist sonst neu, das hab ich schon gehört. Das glaub ich nicht, dass ihn ganz neu auf die Erde kommt…“ Doch dann hörte ich auf einmal: „Dann nenne uns das innere Paradieskind. Wir haben das Paradies nie verlassen. Wir wissen, wie sich das Paradies anfühlt und wir sind nie daraus vertrieben worden. Das verletzte innere Kind aber schon. Und so sehr du es beschützt, es hält diese Erinnerung an die Vertreibung in sich aufrecht und versucht alles, um eine erneute Vertreibung zu vermeiden.

Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen „geheilt“ und „unverletzt“. Dieses innere Kind will jetzt kommen und euch das Paradies bringen. Es bringt das Paradies mit, denn es ist nie daraus vertrieben worden.“

Ich hörte: „Damit wir kommen können, darf das verletzte, wenn auch geheilte, innere Kind nach Hause gehen.“

Ich arbeite häufig damit, dass Seelenanteile nach Hause gehen, aber das hier fühlte sich viel größer an.

„Die Krafttiere, die das innere Kind abholen, sind die Einhörner. Und weil die Einhörner in den letzten Jahren so präsent wurden, jetzt so angenommen werden, dadurch ist der Weg für uns, die Paradieskinder, frei geworden.“

Ich war sehr berührt und auf einmal sah ich die kleine Sanne, mit der ich sehr innig verbunden bin, die ich sehr liebe, die ich beschütze, ich sah, dass diese kleine Susanne jetzt meinen Körper verlassen soll, um nach Hause zurückzukehren. Das wollte sie nicht und ich auch nicht, doch das Einhorn kam. Sie streckte dem Einhorn die kleinen Ärmchen entgegen und dann zog dieses Einhorn die kleine Susanne aus mir heraus. Ich hatte richtig Abschiedsschmerz. Ich habe aber verstanden, dass diese kleine Susanne durch ihren tiefen Schmerz letzten Endes immer wieder in meinem Leben Schmerz produziert, egal, wie sehr ich sie behüte. Das Einhorn zog also dieses innere Kind aus mir heraus und dann strömte das innere Paradieskind, dieser unverletzte Aspekt in mich hinein. Mir ging es einen halben Tag ziemlich schlecht: das war Trauer, Abschiedsschmerz von diesem inneren Kind, das ich so lange gehütet hatte.

Jetzt ist das innere Paradieskind in mir, Was verändert das? Das fühlt sich in mir weich an, frei, klarer und neu. Ich kann das noch nicht genau beschreiben, es fühlt sich wirklich so neu an, dass Worte für noch gar nicht gefunden sind, ich fühle es noch nicht komplett. Ich kann aber sagen, es geschehen gerade Wunder, die Dinge werden so leicht, als würde tatsächlich jemand in mir aufhören, Schmerz zu verursachen.

Doch eines ist wichtig.

Du kannst mit dieser Meditation nicht einfach dein verletztes inneres Kind loswerden, du kannst es nicht wegschicken.

Im Gegenteil, du brauchst erst eine wahrhaft liebende, schützende Beziehung zu deinem inneren Kind. Erst wenn du gelernt hast, dein inneres Kind anzunehmen, es mit all dem, was es durchgemacht hat und auch mit dem, was du gar nicht haben willst, in den Arm zu nehmen, zu hüten, ihm zuzuhören – wenn du also das, was durch all diese Verletzungen in dir entwickelt werden sollte, nämlich tiefes Mitgefühl für dich und radikale Selbstverantwortung, gelernt hast und anwendest, dann erst kommt die nächste Welle. Dein Abschiedschmerz für dein inneres Kind ist das Zeichen, dass du bereit bist. Bist du froh, das innere Kind loszuwerden, dann kommt das Paradieskind nicht. Denn es braucht mehr denn je deine Fähigkeit zum Selbstmitgefühl und zur Selbstverantwortung. Es braucht erst recht deinen Schutz, damit es auch unverletzt bleibt.

***

Meditation:

Ankunft des Paradieskindes

Das innere Paradieskind

Mach es dir bequem, es gibt jetzt nichts mehr für dich zu tun. Nimm ein paar tiefe Atemzüge, komm an in dieser Situation. Du brauchst niemandem zu gefallen, es geht jetzt nur um dich.

Du bist im Moment so sicher, wie das überhaupt auf Erden möglich ist. Du bist in Sicherheit und weil das so ist, darfst du noch ein wenig tiefer entspannen.

Und während du dich entspannst, darfst du zu träumen beginnen.

slider_einhornDu träumst dir ein Tor, das du mühelos durchschreitest, überfliegst oder um das du herumgehen kannst. Hinter diesem Tor beginnt eine wahrhaft zauberhafte Landschaft. Du gehst ein wenig spazieren, spürst mit jedem Schritt Frieden in dich einströmen. Du erkennst, du bist einen weiten Weg gegangen bis heute, den weiten Weg zu dir selbst. Du hast dich dabei eingesammelt, hast deine Knochen zusammengesucht, deine Anteile zu dir geholt. Und das war schwere Arbeit. Schenke dir selbst ein Lächeln und ein Ja, während du den Weg weitergehst. Und ja, du darfst dich selbst anerkennen dafür, dass du bis hierher gekommen bist, du hast weitergemacht, nicht aufgegeben, und bist jetzt im Frieden mit vielem, das früher sehr verletzt, sehr schmerzlich und erstarrt war. Und doch spürst du vielleicht, es darf weitergehen. Und so gehst du weiter durch die Landschaft, nimmst Frieden in dich auf.

Und auf einmal kommt dir dein inneres Kind entgegen, das innere Kind, das du gut kennst, das dir vertraut, mit dem du einen guten Kontakt hast, mit dem du in Frieden bist und das du gern nährst und beschützt. All das hast du entwickelt, du hast gelernt, es zu schützen und es fühlt sich wohl bei dir. Dieses innere Kind kommt nun auf dich zu und du nimmst es in deine Arme, hältst es, spürst die innige Bindung zwischen euch und die Dankbarkeit, die zwischen euch herrscht. Dein inneres Kind nimmt ein klein bisschen Abstand und schaut dir  ins Gesicht. „Es wird Zeit“, sagt dein inneres Kind, „es wird Zeit, dass ich nach Hause zurückkehre. Denn egal, wie gut du mich hütest, ich kenne den Schmerz und ich werde dich immer wieder an den Schmerz erinnern, ob ich will oder nicht. Es wird Zeit, dass mein zweites Ich kommt. Das bin auch ich, es wird Zeit, dass ich neu komme, unverletzt, ganz neu. Doch das geht nur, wenn du mich gehen lässt.“

Du nimmst dein inneres Kind in den Arm und spürst, wie sehr du es liebst, willst es gar nicht gehen lassen. Ihr habt so viel miteinander durchgemacht und es war so ein langer Weg, bis du ihm eine gute Mutter, ein guter Vater sein konntest. Und doch spürst du, ja, es stimmt, das innere Kind kennt den Schmerz und deshalb gerät es auch immer wieder in Resonanz mit Schmerz. Du bist an einer Schwelle angekommen, es darf etwas völlig Neues entstehen. Das weißt du schon lange, doch du wusstest nicht, dass du dazu dein inneres Kind loslassen musst. Nimm dir einen kleinen Moment und sei dir gewahr, dieses innere Kind verlässt nur den Körper, nicht dich. Im Gegenteil, es kehrt nach Hause zurück, wird komplett, wird zum lichtvollsten Anteil deiner Seele. Du drückst dein inneres Kind noch einmal an dich und sagst: „Gut, wenn es richtig ist und wenn es deinem und meinem Weg dient, dann bin ich bereit, mich so sehr zu öffnen, das du, mein Kind, meinen Körper verlassen kannst.“

Und noch während du das sagst, erscheinen die Kräfte, die deinem inneren Kind helfen, sicher nach Hause zu kommen: es sind Einhörner, und das Einhorn deines inneren Kindes kommt jetzt auf dich zu. Du fühlst es, du kannst es anfassen, du spürst es körperlich, du nimmst es  wahr mit allen Sinnen. Und du spürst, du vertraust ihm zutiefst. Dein inneres Kind kennt dieses Einhorn, ja es scheint, als wären dieses Einhorn und das innere Kind geradezu eins. Du hebst das Kind auf das Einhorn und es verschmilzt förmlich mit ihm. Und jetzt wendet sich das Einhorn um, schenkt dir noch einen tiefen Blick und ein Schnauben und bringt dein inneres Kind nach Hause, zieht es dir aus dem Körper heraus und sie entschwinden nach oben.

Du weißt, das bist immer noch alles du, es sind nur andere Aspekte von dir, das innere Kind bist immer noch du. Es kann sein, dass du das körperlich spürst, vielleicht wirst du traurig und das ist gut, du liebst ja das innere Kind.

Auf einmal spürst du, wie etwas Energetisches, wie ein Schleier, aus dir heraus gezogen wird, das ist der Schmerzkörper, erkennst du, der Schmerzkörper, der zu dem inneren Kind gehört – und er zerfällt zu Staub. Heißt das, du fühlst nie wieder etwas, fragst du dich, doch natürlich heißt es das nicht. Du kannst alles fühlen, aber du ziehst keinen Schmerz mehr an. Du wirst auch wieder Schmerz erleben, aber du kannst bei dir bleiben, im Frieden, und das ist neu.

Jetzt, noch während du dem Einhorn hinter herschaust, entsteht ein Brausen, eine unbändige Lichtkraft über dir, die zugleich so zart ist, so fein, dass du tief berührt bist. Und vor dir erscheint dein inneres Paradieskind. Ein großer Seelenaspekt, der noch nie inkarniert war, der direkt aus dem Paradies kommt, aus der Einheit, der niemals die Erfahrung von Trennung gemacht hat, die auch jetzt nicht macht, sondern weiter in der Einheit bleibt, während dieser Aspekt jetzt in dich einströmt, dich umhüllt, sämtliche Auraschichten verändert, sämtliche Energien in dir völlig verändert.

Das Paradieskind kommt voller Frieden, mit einer tiefen innere Ruhe und Gelassenheit, weil es unverletzt ist, heil, völlig intakt.

Nimm wahr, was mit dir geschieht, wenn diese Kraft in dich einfließt – deine tiefe Sehnsucht nach Einheit – endlich erfüllt. Dieses Paradieskind bringt neue Fähigkeiten mit sich, vielleicht gar einen neuen Seelenplan, neue Wünsche und Träume. Vor allem aber bringt es Frieden. Alles ist gut. Und du spürst tatsächlich: Im tiefsten Inneren ist alles gut.

Auf einmal entsteht vor deinem inneren Auge ein Tor. Das Tor öffnet sich und du erkennst, du bist im Kreis gelaufen, einen weiten Weg, Du trittst ein – und stehst in deinem eigenen Paradiesgarten, deinem Ursprung. Und auf einmal ist es, als seiest du nie weg gewesen.

Du hast sehr viel Bewusstsein entwickelt auf deinem Weg und darum ging es auch. Doch jetzt komm heim. Es gibt in diesem Paradiesgarten einen Wasserfall, der  auf dich wartet.

Du ziehst dich aus, stellst dich unter das Wasser, wäschst all die Inkarnationen, den ganzen langen Weg ab. Und so wie Gott dich geschaffen hat oder von wem auch immer du erträumt wurdest, gehst du weiter. Denn auch das Paradies hält einen Weg für dich bereit. Und der beginnt jetzt, hier und heute und Jetzt.

Komm dann in aller Ruhe in den Raum zurück, in dem du dich befindest. Die Welt hat sich verändert. Du hast einen Dimensionssprung gemacht, es sieht immer noch alles gleich aus. Aber ab jetzt spielt eine andere Selenmusik, du hast die Tonart gewechselt. Ab jetzt spielst du die Musik des Friedens.

Diese Meditation und auch den Erklärungstext gibt es auf einer CD, die ihr nur über mich bekommt. Bitte frankierten Rückumschlag mit 10 Euro (DIN A 5, 1, 45 Euro Briefmarken, schreib deine Adresse drauf!) am mich schicken, dann schick ich sie dir per Post.

Susanne Hühn, Ludwigstrasse 9, 64354 Reinheim

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Erfahrungen nach der Meditation:

Du hast bei Facebook geschrieben, dass wir Dir gerne Erfahrungen über das Paradieskind mitteilen können…
Ich habe es mir gleich gemütlich gemacht und mir Deine liebe Erklärung dazu angehört, die für mich absolut stimmig war und weil ich es in mir wie eine Glocke gehört habe, habe ich anschliessend gleich die wunderschöne Meditation gemacht. ich sehe bei Meditationen meist mehr, als ich fühle, aber hier waren sehr starke körperliche Empfindungen da und ich hatte das Gefühl, als würde sich mein Herz- und Solarplexuschakra weit öffnen und wie einen Kanal bilden, wo ein Sog nach außen und innen entstanden ist. Während der ganzen Meditation habe ich mich sehr wohl gefühlt, habe mein inneres Kind, so wie ich es kenne, gesehen und es ist freudig mit dem wunderschönen Einhorn mitgegangen. Mein Paradieskind sah wie mein inneres Kind aus, nur war es insgesamt heller und leuchtender. Danach habe ich mich in mein Bett gekuschelt und nach drei Stunden bin ich aufgewacht und es ging mir körperlich komisch. Ich habe mich anders gefühlt, mein Herz hat gerast und mir war beim Aufstehen schwindelig. Der Rest der Nacht war sehr unruhig, aber jetzt geht es mir sehr gut. Ich bin froh, dass Du vorher erzählt hast, dass es Dir auch nicht so gut ging, so wusste ich, woher es kommt und eine solche Veränderung in uns selbst, natürlich auch erstmal gewisse Ängste entstehen lassen kann. Aber wie schon gesagt, jetzt ist alles wieder gut und sicher besser als davor… :-) :-) :-)

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